aus der Oper Die Zauberflöte KV 620, Bildnis-Arie
 
Mozart / Bildnisse
Mozart / Bildnisse

Mozart / Bildnisse

Wer auf Google „Mozart, Bildnisse“ eingibt erhält in 0.67 Sekunden ungefähr 598'000 Ergebnisse. Doch welches Bild stellt den „echten“ Mozart dar? Wir haben zusammen mit unserem Partner, der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg eine Auswahl an Bildern zusammengestellt, die zu Mozarts Lebzeiten entstanden sind. Von den meisten liegen zeitgenössische Quellen vor, die deren Ähnlichkeit mit ihm bestätigen.

Mozart / Bildnisse

Pietro Antonio Lorenzoni, W. A. Mozart, Knabenbildnis, Ölgemälde 1762/63

Das Bild ist das früheste Kinderbild Mozarts und zeigt ihn vor einem kleinen Tasteninstrument in Prachtkleidung des Wiener Hofes, wie einen kleinen Adeligen. Das Gemälde wurde unmittelbar vor der großen Westeuropareise fertig, die über 3 Jahre von Frankreich nach England und schließlich erneut über Frankreich in die Schweiz führte. Wahrscheinlich hatten die Mozarts das edle Gewand sogar dabei.

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Louis Carrogis dit Carmontelle, Aquarell (1764) „Kleines Familienbild“ der Familie Mozart, Vorlage zum Kupferstich von Jean-Baptiste Delafosse:

In Paris ließen sich die Mozarts 1763  als ein Musiktrio mit Sängerin (Nannerl), Violinspieler (Vater Leopold) und Cembalisten (Wolfgang) auf einem Aquarell von Carmontelle malen. Dieses Bild war bei Sammlern so gesucht, dass mehrere Fassungen davon gemacht wurden. Schließlich kam Leopold Mozart die zündende Idee, davon einen Kupferstich fertigen zu lassen, den er als Werbung für seine genialen Kinder verschenkte oder auch  verkaufte. 

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Gianbettino Cignaroli:  Mozart in Verona,  1770

Das Bild zeigt Mozart vor einem venezianischen Cembalo. Auf dem Instrument liegen eine große Geige und handgeschriebene Noten für ein lustiges Musikstück. Mozart war auf seiner ersten Reise in Italien als Opernkomponist nicht einmal 14 Jahre alt.

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Unsigniert: Mozart als Ritter vom Goldenen Sporn, 1777.  

Mozart war schon in jungen Jahren das, was erfolgreiche Personen erst im gesetzten Alter werden: Mitglied einer Akademie. Er war sogar bei zwei musikalisch-akademischen Vereinigungen in Verona und in Bologna dabei. Hier in Bologna lebte der vielgerühmte Geistliche und Musikkenner Padre Martini. Der Padre wünschte sich von namhaften Komponisten Porträts für seine Bildergalerie. Das Bildnis von Mozart erhielt er erst einige Jahre nach dem Bologna-Besuch des Komponisten. Vater Mozart beauftragte einen Maler in Salzburg und ließ das Bild nach Italien schicken. Es zeigt Mozart mit dem 1770 vom Papst verliehenen Orden eines Ritters vom Goldenen Sporn. 

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Anonym / Johann Nepomuk della Croce?: „Großes Familienbild“ der Familie Mozart,  Ölgemälde 1780/81

Eines der berühmtesten Mozartbilder überhaupt zeigt die ganze vierköpfige Familie. Es wurde zwischen 1780 und 1781 gemalt, kurz, bevor Mozart Salzburg für immer verließ und nach Wien zog. Zwar war die Mutter bereits zwei Jahre zuvor verstorben, an sie erinnert aber ihr Porträt an der Wand im Hintergrund. Mozart und seine Schwester Nannerl spielen vierhändig Klavier oder Cembalo und Vater Leopold wartet gespannt darauf, mit seiner Geige endlich auch mitmusizieren zu können. 

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Joseph Lange: unvollendetes Ölbildnis, 1789

Eines der berühmtesten Bildnisse zeigt Mozarts Kopf vor einem dunklen Hintergrund im Profil. Hier sieht man, wie voll und dicht Mozarts Haare waren, die sonst unter einer Perücke verborgen blieben. Gemalt hat dieses Ölbild Joseph Lange. Er war der Ehemann von Mozarts erster grosser Liebe Aloysia Weber. Lange war nicht nur ein guter Maler, sondern auch ein exzellenter Schauspieler am Wiener Burgtheater. Die nicht ausgemalten Stellen deuten darauf hin, dass hier einmal ein Bild von Mozart an einem Klavier oder Clavichord geplant war.

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Dorothea Stock: Silberstift-Zeichnung, 1789

Dieses Mozart-Porträt, eines der feinsten und kleinsten, wurde auf Reisen gemalt als Mozart im April 1789 in Sachsen war. Bei Freunden in Dresden hielt die Malerin Dorothea Stock (auch Dora oder Doris Stock genannt) sein Porträt in einer Zeichnung mit dem Silberstift fest. Dies ist eine ganz besondere Technik, bei der feinste Spuren von echtem Silber verwendet werden.